Geschichte

Erstmals trat die Chorakademie Vorarlberg im Jänner 2008 mit Johann Sebastian Bachs Kantate „Unser Mund sei voll Lachens“ und dem großartigen „Magnificat in D-Dur“ vor mehr als 600 Besuchern im Feldkircher Dom auf. Das Konzert wurde von den Zuhörern und der Presse begeistert aufgenommen.

Im Januar 2009 folgte Wolfgang Amadeus Mozarts „Große Messe“ in c-moll. Dieses Werk wurde bislang in Vorarlberg noch nicht aufgeführt. Rund 1200 Zuhörer, die die Konzerte in Feldkirch und Bludenz besuchten, spendeten minutenlange „standing ovations“. Ein außergewöhnliches Erlebnis war die Gestaltung des Festgottesdienstes mit Kardinal Christoph Schönborn am 1. Februar 2009 im Wiener Stephansdom mit Mozarts „Große Messe“ in c-moll.

Für 2010 stand Johannes Brahms „Ein deutsches Requiem“ auf dem Programm. Dieses einzigartige musikalische Werk wurde mit großem Chor und Orchester in Altstätten/Schweiz, Feldkirch und Bludenz aufgeführt. Wir waren stolz, dass wir nach Wien eingeladen wurden, wo wir im Stephansdom im Rahmen eines Konzerts diese kirchenmusikalische Besonderheit zum Besten gaben.

Im Januar 2011 brachte die Chorakademie Vorarlberg das Oratorium „ELIAS“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy in drei Konzerten (Bregenz, Feldkirch, Bludenz) zur Aufführung. Namhafte Solisten, der Chor der Chorakademie Vorarlberg und die Sinfonietta Vorarlberg musizierten unter der musikalischen Leitung von Markus Landerer.

Im Oktober 2011 konzertierte die Chorakademie Vorarlberg im Rahmen der Hohenemser Chor- und Orgeltage. Zu erleben war ein sehr selten aufgeführtes Werk für Chor a cappella – „In Paradisum“ von Edwin Fissinger, und im Anschluss die Große Messe in c-moll von Mozart, die die Chorakademie 2009 bereits im Programm ihrer eigenen Konzertreihe hatte.

Im Januar 2012 setzte die Chorakademie und die Sinfonietta Vorarlberg unter der Leitung von Markus Landerer das Requiem von Antonin Dvorak mit riesigem Erfolg als Erstaufführung in Vorarlberg um. Aufführungsorte waren neben Altstätten wieder Bludenz und Feldkirch.

Mitte Januar 2013 brachte die Chorakademie das oft schmunzelnd als „Choratorium“ bezeichnete Oratorium „Israel in Egypt“ von G.F. Händel zur Aufführung. Das Barockorchester „Concerto Stella Matutina“ übernahm dabei den Orchesterpart. Neben Altstätten und Feldkirch war dieses großartige Werk in der Kulturbühne AmBach in Götzis zu hören.

Im Jahr 2014 gab es mit zwei besonderen Werken eine enge Zusammenarbeit mit dem Symphonieorchester Vorarlberg. Erstmals trat die Chorakademie Vorarlberg unter ihrem musikalischen Leiter Markus Landerer, Domkapellmeister in St. Stephan in Wien, in der Abonnement-Konzertreihe des SOV auf und bot in den drei ausverkauften Konzerten Arvo Pärt und Joseph Haydn.

Das Jahr 2015 stand ganz im Zeichen von Anton Bruckner. Seine Messe in d-Moll sowie sein bekanntes Te Deum präsentierte die Chorakademie Vorarlberg in der Kapelle des Landeskonservatoriums und in der H. Kreuz-Kirche in Bludenz sowie im Rahmen des Jubiläums „25 Jahre Chor- und Orgeltage Hohenems“ in der Kirche St. Karl in Hohenems.

2016 fand unser Konzert erstmals im Montforthaus in Feldkirch zusammen mit zahlreichen Mitgliedern des Wiener Domchores statt. Diese Zusammenarbeit mit den Gästen aus Wien ist ein wunderbares Zeichen der musikalischen Verbundenheit und kam auch beim festlichen Konzert im Stephansdom in Wien zum Ausdruck. Begeisterung gab es sowohl in Feldkirch als auch in Wien für die einzigartige Aufführung von Gioachino Rossinis Stabat Mater.

2017 kam es zu einer Wiederaufnahme von Mendelssohns ELIAS, jenem Werk, das schon bei unserer ersten Aufführung sowohl bei uns SängerInnen als auch beim Publikum auf allergrößte Begeisterung gestoßen war. Neben Feldkirch stand dieses Oratorium diesmal auch im Rahmen der Hohenemser Chor- und Orgeltage auf dem Programm und wurde in der voll besetzten Kirche St. Karl vorgetragen. Erneut ein großer Erfolg für Chor, Orchester und Solisten.

2018 war unser 10-jähriges Chorjubiläum und Markus Landerer wagte sich an die h-Moll Messe von J.S. Bach. Ein absoluter Glanz- und Höhepunkt in unserer zehnjährigen Chorbiographie. Wir ließen uns auf diesen „Olymp der geistigen Musik“ (M.Landerer) ein und unsere Aufführungen im Landeskonservatorium zählen wohl ganz bestimmt zu den ganz besonderen Meilensteinen in unserem musikalischen Schaffen.

2019 gab es ein ganz besonderes Erlebnis für unsere Chorgemeinschaft. Zusammen mit dem Wiener Domchor führten wir im Stephansdom in Wien Dvoraks Stabat Mater auf, das wir zuvor in Feldkirch und Altstätten (CH) einem begeisterten Publikum präsentierten.

2020 stand im Beethoven-Jahr seine Missa solemnis auf dem Programm. Anlässlich des 250. Geburtstages wagte sich unser Chor an dieses außergewöhnliche Werk und bestand diese große Herausforderung mit Bravour. Die Fachkritik war begeistert.

2021 fanden wegen der Corona-Pandemie keine Konzerte statt.

2022 brachte Markus Landerer ein großartiges, zu Unrecht fast vergessenes Werk aus Wien mit: Joseph Eyblers Requiem. Der Komponist war ein Freund Mozarts und Hofkapellmeister in Wien. Erstmals war diese einzigartige Komposition in Vorarlberg zu hören. Ein Video von der Aufführung ist auf unserer Homepage zu finden.

2023 erfüllte sich mit Joseph Haydns „Die Jahreszeiten“ ein großer Wunsch vieler. Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums unserer Chorgemeinschaft fanden zwei Aufführungen in der ausverkauften Kapelle des Landeskonservatoriums Feldkirch sowie ein großartiges Konzert vor begeistertem Publikum im Stephansdom in Wien statt.

2024 standen sich Anton Bruckners Messe Nr. 2 in e-moll und John Rutters Gloria gegenüber. Zwei musikalische Besonderheiten, die die Herrlichkeit Gottes in ganz unterschiedlichen Klängen hörbar machen und von knapp 100 SängerInnen erfolgreich aufgeführt wurden.  

2025 kam es wieder zu einer wunderbaren Zusammenarbeit mit den MusikerInnen von Concerto Stella Matutina. Mit Händels Alexanderfest begeisterten wir nicht nur Barockfans, sondern im Feldkircher Dom und AmBach in Götzis ein breites Publikum.

2026 wagten wir uns an Arthur Honeggers König David, ein Werk, das sich durch seine Vielseitigkeit und seinen einzigartigen Stil auszeichnet. Mit zwei mitreißenden Konzerten ist es uns gelungen, Honeggers Musik bekannter zu machen.

Mag. Gerhard Frontull, langjähriger Präsident der Chorakademie Vorarlberg